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Tu das nicht zu oft! - Wie wir in Schmerzen steckenbleiben

Mit chronischen Schmerzen tendiert unser Leben immer enger und eingeschränkter zu werden - dabei ist es egal, ob es sich um Rückenschmerzen, Arthrose, Rheuma, Fibromyalgie, chronische Migräne, Spannungskopfschmerz oder Nervenschmerzen handelt.


In diesem Video wird erklärt, was unser eigenes Verhalten und unsere Versuche Schmerzen zu kontrollieren genau damit zu tun haben, dass sie letzten Endes immer mehr in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken. Was erst einmal erschreckend klingt, da wir ja eigentlich nur vom Schmerz weg wollen, ist gleichzeitig eine riesige Chance. Wenn wir erkennen, was in uns passiert und uns nicht mehr so sehr in den Kampf dagegen verstricken, können wir neue Wege im Leben einschlagen, die erfüllender und sinnreicher sind.


Jegliche Form von Schmerzkontrolle hat zum Ziel, möglichst schnell zu einer Schmerzreduktion zu führen, um so die Lebensqualität zu heben. Genau dies funktioniert in den allermeisten Fällen aber nicht so. Da wir als Patient*innen aber die Erfahrung machen, dass viele unserer Strategien gegen die chronischen Schmerzen kurzfristig wirksam sind, schlägt hier die Psychologie voll zu. Wir lernen am besten durch kurzfristige Belohnung oder den Wegfall von unangenehmen Erleben. Wichtig ist dem Organismus jetzt eine Verbesserung des Zustands herbeizuführen und er denkt nicht über die langfristige Wirkung nach. Die ist für unsere Lebensqualität aber entscheidend! Die hier vorgestellten Konzepte sind der Verhaltenstherapie, genauer der Akzeptanz & Commitment Therapie entlehnt.



Literatur aus dem Video:


a) Franck, G. (2020). Schmerzakzeptanz. In Nobis, H-G. et al. Schmerz eine Herausforderung - ein Ratgeber für Betroffenen und Angehörige. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.


b) Parks, E. (2020). Chronic Pain Rehabilitation: Active pain management that helps you get back to the life you love. Wandering Words Media.

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