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Schmerzen verstehen: Wie Du automatisch auf Schmerzen reagierst - was gut daran ist und was nicht

Wir Menschen reagieren auf viele Dinge ganz automatisch. Je gewohnter sie sind, um so automatischer reagieren wir. Ganz ohne nachzudenken, schlägt uns unser Organismus sofort eine Lösung vor und verfolgt diese, ohne, dass uns etwas anderes in den Sinn käme. Das ist im Alltag so (erinnere Dich nur einmal daran, wie Du Auto- oder Radfahren gelernt hast und wie es jetzt funktioniert, wie lange viele Kinder brauchen, bis sie sich ordentlich die Zähne putzen und wie es jetzt in Deinem Leben ist).


Und das gilt auch für den Umgang mit den Schmerzen - egal ob es Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Fibromyalgie, Nervenschmerzen oder andere sind. Unser innerer Autopilot versucht möglichst flott das Problem in den Griff zu bekommen und uns eine Lösung anzubieten, die schnell zieht. Normalerweise sind das mehr Medikamente, Rückzug, Ablenken, Vermeiden, Schonhaltung, Durchhalten usw. Kurzfristig sind das oft Alternativen in unserem Verhalten, die für etwas Entlastung sorgen. Langfristig können diese Reaktionen auf chronische Schmerzen jedoch die Lebensqualität mächtig schmälern. Angst, Frust, Depression, Traurigkeit und viele andere seelische Schmerzen sind dann die Folge. Hier lernst Du erste Schritte, wie Du achtsam bemerken kannst, was in Dir passiert, um dann innezuhalten und mit etwas Übung zu lernen, anders auf die Schmerzen zu reagieren.



Literatur aus dem Video:


a) Lethem, J. et al. (1983). "Outline of a Fear-Avoidance Model of exaggerated pain perception-- I". Behaviour Research and Therapy.


b) Waddell, G. (1998). „The Back Pain Revolution“. Edingburgh London New York Philadelphia Sydney Toronto: Churchill Livingstone.


c) Nobis H.-G. et al. (2020). „Schmerz - eine Herausforderung“. Berlin Heidelberg: Springer Verlag.

(mein Tipp: ein sehr informatives Buch für Schmerzpatienten und Angehörige)


d) Hasenbring et al. (2012). „Pain-related avoidance vs. Endurance in primary care patients with subacute back pain: Psychological characteristics and outcome at a six months follow up.“ Pain. 153:211-217.

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